Die Strich-Code Künstler stellen sich vor

Strich-Code: ein Kunstprojekt, das Fragen stellt zur Situation von Künstlern und Sexarbeiterinnen. Bei der Umsetzung dieses vielschichtigen Themas hilft nicht nur ein Schwarm von Schwarmkünstlerinnen und Schwarmkünstlern, sondern neben der Künstlerin und Ideengeberin Kerstin Schulz und der Journalistin Susanne Lindau  auch drei renommierte Künstler, Franz Betz, Ulrike Enders und Dagmar Schmidt, die das Thema künstlerisch an den Ausstellungsorten Historisches Museum und Tabledande-Bar „Hands Off“ umsetzen. Im Folgenden möchten wir die Künstler vorstellen.

Strich-Code-Künstler: Franz Betz

foto: claudia belowFranz Betz: Vita, Werk und Konzept für Strich-Code

1963 in Sigmaringen/Donau geboren
1983-91 Architekturstudium, Schwerpunkt Design und Digitale Medien
Ab 1987 digitale Werkserien und Installationen
Seit 1997 als Bildhauer tätig, dabei Grenzgänger zwischen analogen und digitalen Räumen
Franz Betz lebt und arbeitet in Hannover als Künstler und Unternehmer
Franz Betz greift in seiner Arbeit für Strich-Code
auf das „alphabetz“, eine von ihm entwickelte
Formensprache zurück. In „silhouetten“ thematisiert
er durch mit Lichtschläuchen verbundene
Stelen die Figur des Türstehers und des Museumswärters,
ohne sie als solche erkennbar zu machen.

Wie viel Persönliches und wie viel Maskierung steckt in diesen festgefügten Arbeitsrollen?

Kontakt:
www.franzbetz.com
info(at)franzbetz.com

Strich-Code-Künstler: Dagmar Schmidt

Dagmar Schmidt: Vita, Werk und Entwurf für Strich-Code

1963 in Lommatzsch/Sachsen geboren
Nach dem Abitur in Meißen Praktikum im Betonwerk in Coswig/Sachsen für das folgende Architekturstudium
1983 bis 1985 Architekturstudium an der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar
1985 bis 1992 Kunststudium an der Burg Giebichenstein und der Kunsthochschule Halle bei Inge Götze im Bereich Textil
Nach dem Abschluss als Diplom-Künstlerin ein zweijähriges Graduiertenstipendium des Landes Sachsen-Anhalt bei Irmtraud Ohme im Bereich Metall
Lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin und Kuratorin in Langenhagen (Region Hannover)

Dagmar Schmidt erforscht mit ihren Fotostudien
die Alltäglichkeit und Charakteristik von Räumen
und testet die Grenzen der Umwandlung eines
Raumes in einen anderen. Für Strich-Code stellt
sie die Frage: Reichen typische Elemente, etwa
Werkbeschilderungen des Inventars und der Kunstwerke,
den Raum Tabledance-Bar als Kunstmuseum
zu interpretieren? Gelingt dies
umgekehrt mit Bildillusionen im Rotlicht-Bezirk
des Museums?

Kontakt:
mail@dagmarschmidt.eu

Strich-Code-Künstler: Kerstin Schulz

Kerstin Schulz: Vita, Werk und Konzept für Strich-Code

1967 in Hannover geboren
Grafik-Design-Studium und Studium der Bildenden Künste in Hannover (Meisterschülerin bei Verena Vernunft)
Seit 2000 freischaffende Künstlerin
Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland

Kerstin Schulz greift das Thema Käuflichkeit und
Wert mit ihren Arbeiten für das fiktive Kunstmuseum
auf. Dort findet man Gemälde aus Preisetiketten,
die den teuersten Gemälden der Welt nachempfunden
sind. Auf den Preisetiketten ist der
WERT des Gemäldes im Jahre 2012 zu sehen.
Die Werthaltigkeit von Kunst ist Thema dieser
Bilderreihe.

Kontakt:
http://www.atelier-dreieck.de/

Strich-Code-Künstler: Ulrike Enders

Ulrike Enders: Vita, Werk und Konzept für Strich-Code

1944 in Oberstdorf geboren
Studium an der Kunstakademie in München und der Hochschule für bildende Künste Berlin
Lebt und arbeitet seit 1972 als Bildhauerin in Hannover
Zahlreiche Einzelausstellungen und Arbeiten für den öffentlichen Raum, darunter die Skulptur „Leute im Regen“ beim Kröpcke
2012 Auszeichnung mit der Stadtplakette der Landeshauptstadt Hannover

Ulrike Enders setzt sich in ihren Skulpturen
immer wieder mit der Normierung des Menschen
durch gesellschaftliche Konventionen auseinander.
Ihre Männer mit Schlips und Kragen sind
dafür das Sinnbild schlechthin. Für Strich-Code
belässt sie ihre Figuren kopflos, gleichsam als
Aufforderung, der Figur ein eigenes Gesicht zu
verleihen. Wie stark ist die Normierung, der wir
durch festgelegte Rollenbilder, ausgesetzt sind?

Kontakt:
H_Enders@web.de