„Frauenzimmer“

Etwa 80 bis 100 Zuschauer sahen sich am 18.09.12 im Historischen Museum Hannover den preisgekrönten Dokumentarfilm „Frauenzimmer“ der jungen deutschen Regisseurin Saara Aila Waasner an.
Der Film erzählt höchst eindrucksvoll von drei Frauen über 50, die erst im Alter zur Prostitution gekommen sind. Respektvoll und einfühlsam werden die Frauen und ihr Lebensweg beleuchtet. Sexarbeit wirkt in dem Rahmen, wie diese Frauen sie ausüben, selbstbestimmt und freiwillig. Die Meinung eines Zuschauers dazu war: „Wer kann das für sich und seinen Job schon so sagen?!“
Die anschließende Diskussion brachte Bewunderung für den Film und für den Mut der Frauen, die sich dafür vor der Kamera gezeigt haben, zum Ausdruck. Die Anwesenheit von Karolina Leppert, eine der Frauen im Film, unterstrich die Authentizität noch. Sie wirkte wie eine „Grand Dame“ der Zunft, gleichzeitig aber auch sehr zerbrechlich und mit so sanfter Stimme, dass man sich ihre Domina-Rolle gar nicht recht vorstellen konnte.
Letztlich war es ein wirklich eindrucksvoller Filmabend mit einer anschließenden sehr lebhaften Diskussion. Das engagierte Publikum stellte Karolina Leppert viele interessante Fragen, die von ihr souverän beantwortet wurden.

P. Lindrum

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