Schwarmkünstler! Heute: Malte!

„Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche!“ Dieses Zitat von Che Guevara ist Maltes Lebensmotto. Und so versucht er nun schon seit Wochen das Unmögliche, nämlich Millionen von Preisetiketten in Hannover zu verkleben. Malte ist Verwaltungsfachwirt bei der Stadt Hannover und verschönert so quasi auch seinen Arbeitgeber. Wer kann das schon von sich behaupten?
Künstlerisch tätig war Malte vor Strich-Code nicht, bezeichnet sich sogar selbst als „Kunstbanausen“, der aber inspiriert durch den Schwarm mehr und mehr auch andere Sichtweisen auf die Kunst entwickelt.
Als seine Lieblingskünstler nennt Malte Monet, Pollock und als Hannoveraner natürlich auch Kurt Schwitters. Jan Bannings Fotoausstellung „Bureaucratics“ und urbane Straßenkunst, wie das Hannover’sche Guerilla-Projekt „Kirschkunst“, sind aber auch genau Maltes Ding, wobei er eine Grenze für die künstlerische Freiheit zieht, wenn es z.B.um Graffiti an historischen und privaten Gebäuden geht.
Durch sein gewerkschaftliches Engagement hat sich Malte auch schon vor Strich-Code vor allem mit den prekären Lebensbedingungen von Freiberuflern auseinandergesetzt. Hierzu gehören natürlich auch Künstlerinnen und Künstler. Angesichts der Lage von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern hat er sich vor allem die Frage gestellt, „warum sind diese Menschen in der Situation, so einen Job auszuüben?“ – und kam dort eher selten auf Freiwilligkeit als Grund.
An der Schwarmkunst schätzt Malte neben dem kreativen Miteinander so vieler verschiedener Menschen, dass sich jede und jeder nach ihren bzw. seinen Fähigkeiten und Vorstellungen einbringen darf. Er findet es sehr spannend zu erleben, wie die Gruppe zusammenwächst, Bekanntschaften entstehen und man sich gemeinsam über den Erfolg z.B. einer beklebten Säule freut.
Vom Beginn bis jetzt ist Malte bei der Schwarmkunst von Strich-Code dabei und ist mit seiner offenen und kontaktfreudigen Art, mit der er die Menschen auch motiviert und mitreißt, ein sehr wichtiger Teil des Schwarms geworden. Genau das, was so ein großes Kunstprojekt auch braucht! Zum Glück findet nicht zeitgleich mit Strich-Code ein großes Fußballereignis statt, denn dann hätte sich der Fußballfan Malte wahrscheinlich zerreissen müssen! Schwein gehabt!

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